Autismus-Therapiezentren

Autismus-Therapiezentrum Bremen


1993 erwarb der Verein ein großes Zweifamilienhaus in Bremen-Schönebeck, das er zu einem modernen Therapiezentrum umbaute. Dadurch konnten die äußeren Arbeitsbedingungen der Ambulanz entscheidend verändert werden. Auf über 300 qm stehen 2 große Motorikräume, 9 Therapieräume, 1 Beratungszimmer, 2 Besprechungszimmer für die MitarbeiterInnen, 1 Büro, 1 Vereinsraum und 2 Küchen zur Verfügung.

Die Zahl der autistischen Menschen, die in das Therapiezentrum kommen, ist auf durchschnittlich 60 gestiegen, die Zahl der MitarbeiterInnen auf 10.

Den umfangreichen Schriftverkehr, sowie die vielfältigen organisatorischen Aufgaben, bewältigen zwei Sekretärinnen.

Während in den ersten Jahren überwiegend Kinder und Jugendliche mit der Diagnose Frühkindlicher Autismus gefördert wurden, sind heute alle tiefgreifenden Entwicklungsstörungen bei uns vertreten. Insbesondere die Anzahl von Menschen mit Asperger-Syndrom ist in den letzten Jahren stetig gestiegen.

Auch die Altersspanne ist größer geworden. Aufgrund neuerer diagnostischer Erkenntnisse ist es möglich, eine autistische Störung bereits im Kleinkindalter relativ sicher festzustellen, sodass der Therapiebeginn schon im 2. Lebensjahr möglich ist. Menschen mit Asperger-Syndrom wenden sich dagegen oft erst als Erwachsene an uns.

Aufgrund dieser Entwicklungen wurde die Einrichtung im Jahr 2000 in Autismus-Therapiezentrum umbenannt.

Das Therapieangebot ist für die unterschiedlichen Störungsprofile, Funktionsniveaus und Altersgruppen erheblich erweitert worden. Therapieformen wie Sensorische Integrationstherapie, Affoltertherapie, TEACCH, alle Formen der unterstützten Kommunikation, aber auch Sozialtraining, Gesprächs- und Gruppentherapien sind zu den bisherigen Angeboten hinzugekommen.

Heute wird auch das familiäre und soziale Umfeld durch neue Angebote (Familienberatung, Institutionsberatung, Elternarbeit) stärker in das therapeutische Konzept einbezogen.




Autismus-Therapiezentrum Bremerhaven


Im Februar 2004 eröffnete der Verein das Therapiezentrum Bremerhaven, welches in den Räumen des Krankenhauses am Bürgerpark untergebracht ist. In direkter Nachbarschaft befindet sich die Kinder-Neurologie unter der Leitung von Herrn Dr. Renneberg, so dass für einen guten fachlichen Austausch sowie die Überweisung von Klienten zur unterstützenden Diagnostik gesorgt ist.

Das Therapiezentrum besteht aus mehreren Therapie- und Beratungsräumen einschließlich eines geräumigen Motorikraums. Die MitarbeiterInnenzahl der Therapeuten beträgt 5, außerdem organisiert eine Sekretärin die wichtige Verwaltungsarbeit.

Die annähernd 30 therapierten autistischen Kinder, Jugendliche und Erwachsene bewegen sich in in der Altersspanne von 3 bis 45 Jahre. Sie sind etwa je zur Hälfte von "Frühkindlichem Autismus" und "Asperger-Syndrom" betroffen bzw. von der jeweils atypischen Variante dieser Beeinträchtigungen.

Wie bereits im Bremer Therapiezentrum werden Diagnostik, Therapie sowie Beratung und Information angeboten. Je nach Alter und Störungsbild stehen unterschiedliche Therapiemethoden und Therapieschwerpunkte im Vordergrund:

Bei den Menschen mit "Frühkindlichem Autismus" liegt das Schwergewicht der Therapie in der Kommunikationsförderung (Sprachaufbau, Bild- und Symbolkommunikation, Gebärdensprache etc.), der Verbesserung des Sozialverhaltens, der Spielförderung sowie der Wahrnehmungsförderung. Wichtigste Therapiemethode ist dabei die Verhaltenstherapie, gefolgt von Elementen aus der Sensorischen Integrationstherapie und der Affolter-Therapie.

Bei den Menschen mit "Asperger-Syndrom" geht es vordringlich um die Verbesserung des empathischen Bewusstseins, des Sozial- und Spielverhaltens sowie um das Selbstbild bzw. die Eigenwahrnehmung des Betroffenen. Als Therapiemethode haben sich hier insbesondere gesprächs- und verhaltenstherapeutische Verfahren bewährt.

Für beide Autismusformen werden auch Kleingruppenkreise angeboten, in denen insbesondere soziale Verhaltensweisen trainiert werden.

Für das familiäre und soziale Umfeld gibt es Angebote wie z. B. Einzelberatung für Eltern, Institutionsberatung, Elterntreffen (Info- und Austauschabende), Geschwisterberatung sowie Informationen für Einrichtungen (gegen Vergütung).


 
 
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