 | Autismus-Therapiezentrum |
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 | Affolter - Therapiekonzept Gesunde Kinder sind unermüdlich damit beschäftigt, ihre Umwelt zu ‘begreifen’: Sie berühren, umfassen, bewegen und verändern ihre Umwelt. Diese ‘handelnde Auseinandersetzung’ mit der Umwelt, die über die taktil-kinästhetische Wahrnehmung erfolgt, bezeichnet Affolter als gespürte Interaktion. Durch diese Auseinandersetzung mit der Umwelt lernen die Kinder Regeln und Gesetzmäßigkeiten der Umwelt kennen. Wenn sie genügend gespürte Interaktionserfahrungen gesammelt haben, werden diese gespürten Erfahrungen mit Seh- und Hörerfahrungen (Intermodale Wahrnehmungsleistung) verbunden bzw. koordiniert. Die Kinder lernen also, wenn sie einen Tisch berühren, dass es der gleiche Tisch ist wie der, den sie sehen. Die autistischen Kinder verhalten sich in der gespürten Interaktion mit der Umwelt anders. Sie berühren, umfassen und bewegen anders und wirken in anderer Weise auf ihre Umwelt ein. Die Art und Weise, wie autistische Kinder Informationen aus der gespürten Interaktion mit der Umwelt entnehmen, ist auffällig. Es gelingt ihnen nicht oder nur in sehr geringem Ausmaß solche Informationen zu gewinnen. Infolgedessen sind die Leistungen, die auf gespürten Erfahrungen aufbauen, betroffen. Das bedeutet, Seh- und Hörinformationen können nicht oder nicht vollständig mit den Spürerfahrungen verbunden bzw. koordiniert werden. So bleibt die Umwelt für die autistischen Kinder meist unvertraut. Sie können die Regeln und Gesetzmäßigkeiten nicht in ihren Lebensalltag übertragen. Das Ziel bei der Förderung nach dem Therapiemodell von Affolter ist es also, autistischen Kindern angemessene Spürinformation im Kontakt mit der Umwelt zu vermitteln. Deshalb wird der Körper beim Lösen alltäglicher Probleme geführt. Mit der Hand- und Körperführung erhalten die Kinder Hilfestellungen für Spürerfahrungen, die sie allein nicht gewinnen könnten.
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