Autismus-Therapiezentrum
Therapeutisches Vorgehen bei selbstverletzendem Verhalten

Selbstverletzende Verhaltensweisen (SVV) treten bei vielen autistischen Menschen auf und stellen eine Herausforderung für Therapeuten und das soziale Umfeld dar.

Eine therapeutische Bearbeitung dieses Problems innerhalb des sonst üblichen Zeitrahmens (2-3 Stunden/Woche) ist kaum möglich. Auch das therapeutische Setting muss verändert werden:
  • Wenn SVV auftritt oder ein autistischer Mensch mit SVV eine Förderung beginnt, wird dieses Verhalten Schwerpunkt der Therapie.
  • Es arbeiten jeweils zwei TherapeutInnen gleichzeitig mit dem Betroffenen.
  • Je nach Schweregrad des SVV sind bis zu 6 Therapie-Stunden wöchentlich erforderlich.
  • Ein umfassendes Konzept, das Elternhaus, Institutionen wie Schule oder Kindergarten und ambulante Therapie einbezieht, wird erstellt. So können die notwendigen therapeutischen Interventionen von allen Beteiligten umgesetzt werden.
  • Eine exakte Beobachtung (Video) und Analyse des Verhaltens und der jeweiligen Situation dient als Grundlage für die therapeutische Intervention.
  • Das Konzept wird im Team vorgestellt.
  • Eine ärztliche Untersuchung wird veranlasst, um somatische Ursachen (z.B. Mittelohrentzündung, Tumor) auszuschließen.
  • Weitergehende Maßnahmen (wie befristete Herausnahme des Kindes aus der häuslichen Situation oder Medikation) werden mit den Eltern besprochen.

Dem TherapeutInnen-Duo wird ein zusätzlicher Ansprechpartner aus dem Team zugeordnet (Coaching).


 
 
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